Grafik eines Mannes mit Mundschutz und Tüten in den Händen läuft im Vordergrund einer Stadtkulisse. Untertitel Feinstaub (PM1 bis PM10)
Luftqualität

Feinstaub (PM₁ – PM₁₀): Definition, Entstehung & Folgen

Feinstaubpartikel kann man zwar nicht unbedingt sehen, jedoch riechen. Sie sind leicht und schweben in der Luft. Doch sie bergen eine Gefahr für die Gesundheit, denn die kleinen Teilchen gelangen fast ungehindert in unseren Körper und greifen insbesondere das Lungengewebe an. Wir stellen Ihnen den Messwert detailliert vor.

Autor:

Undine Jaehne

Datum:

12.8.2022

In geschlossenen Räumen kann sich die Luft kaum durchmischen und Schadstoffe nicht entweichen. Denn hier wirken Verdünnungseffekte deutlich weniger. Über Autoabgase und weitere Endprodukte aus dem Straßenverkehr, wie Reifen- und Straßenabrieb, sowie Industrieabgase und Landwirtschaftspartikel gelangt Feinstaub in Ihre Wohnung. Studien legen nahe, dass in Innenräumen die Feinstaubkonzentration sogar bis zu doppelt so hoch wie auf der Straße sein kann.

Feinstaub (PM₁ – PM₁₀): Ursachen & Entstehung

Feinstaub kann zahlreiche Ursachen haben. Einige sind natürlich wie etwa Emissionen, also Ausstöße bei Vulkanausbrüchen oder Wald- und Buschbränden. Dann gibt es noch biogene Partikel, bspw. Viren, Sporen von Pilzen und Bakterien, den Pollenflug oder Ausscheidungen von Hausstaub-Milben.

Die häufigste Ursache für Feinstaub ist jedoch die durch den Menschen verursachte Luftverschmutzung. Industrie, Landwirtschaft und Straßen-, Luft- sowie Wasserverkehr pusten Abgase in die Luft. Beim Lüften, über undichte Fenster oder angeheftet an die Kleidung sowie das Schuhwerk der Bewohner gelangen die Feinstaubpartikel in den Innenraum. Insbesondere die Aktivitäten der Bewohner beeinflussen die Feinstaubbelastung. So steigt diese an, wenn sich viele Leute in der Wohnung bewegen und die Partikel aufwirbeln.

Aber auch Kochen, Backen oder die Bedienung elektronischer Geräte, bspw. eines Laserdruckers oder eines Toasters, lassen die Feinstaubwerte hoch schnellen. Außerdem sind Heizungssysteme oder Kamine große Feinstaubquellen. Im Allgemeinen entsteht bei der Rauchentwicklung vermehrt Feinstaub: also vom Anzünden einer Zigarette oder Kerze bis hin zum lodernden Kaminfeuer. 

Lesetipp: In unseren gesonderten Beiträgen “Feinstaub in der Wohnung” und “Erhöhte Feinstaubbelastung durch Staubsauger?” erfahren Sie weitere Informationen rund um den Schadstoff.

Feinstaub (PM₁ – PM₁₀): Gesundheitliche Folgen

Die Feinstaubpartikel haben einen sehr kleinen Durchmesser und können daher sogar bis in die Bronchien gelangen. Das Resultat sind gereizte Atemwege, allergische Reaktionen oder angereichert mit Kohlenstaub gar eine unwiderrufbare Zerstörung der Lungenbläschen.

Einige Partikel gelangen auch in den Blutkreislauf und können hier das Herz-Kreislauf-System nachhaltig beeinträchtigen, das Herzinfarktrisiko steigern oder auch krebserregend wirken.

Mögliche gesundheitliche Folgen einer Feinstaubbelastung im Überblick:

  • Lungenkrebs
  • Lungenkrankheiten wie Asthma & Bronchitis
  • Vergiftungserscheinungen & Kopfschmerzen
  • Herzinfarkt, Thrombose & Schlaganfall
  • Unruhe & Erschöpfungssyndrom

Wie vermeide ich zu hohe Feinstaub-Werte?

  • In Innenräumen nicht rauchen oder Räucherstäbchen, Duftsprays oder Duftkerzen verwenden.
  • Innenräume regelmäßig reinigen. Dabei auch die Heizkörper sowie deren Zwischenräume säubern.
  • Beim Saugen einen Staubsauger mit HEPA-Filter verwenden. Beim Staubwischen auf Staubtücher mit Moos oder aus Kunstfaser setzen, da diese Feinstaub durch den elektrostatischen Effekt effizient binden.
  • Auf eine Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 50 Prozent achten. Denn eine erhöhte Luftfeuchtigkeit erschwert die feinen Partikel und hält sie somit am Boden.
  • Feinstaubwerte sowie Luftfeuchtigkeit in der Luft z. B. mit dem air-Q überwachen und bedarfsorientiert Lüften.
  • Beim Kochen die Dunstabzugshaube einschalten.
  • An Tagen mit hoher Feinstaubbelastung Lüften vermeiden und stattdessen Luftreiniger nutzen.
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Zusammenfassung

Was sind die Hauptursachen für Feinstaub in Innenräumen?
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Feinstaub gelangt durch Autoabgase, Industrieabgase, Landwirtschaftspartikel und Straßenabrieb in Innenräume. Auch Aktivitäten wie Kochen, Backen und die Bedienung elektronischer Geräte tragen zur Feinstaubbelastung bei.
Wie hoch kann die Feinstaubkonzentration in Innenräumen im Vergleich zur Straße sein?
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Studien zeigen, dass die Feinstaubkonzentration in Innenräumen bis zu doppelt so hoch wie auf der Straße sein kann
Welche gesundheitlichen Folgen kann Feinstaub haben?
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Feinstaub kann zu Lungenkrebs, Atemwegserkrankungen (wie Asthma und Bronchitis), Herzinfarkt, Schlaganfall, Kopfschmerzen und sogar zu Unruhe oder Erschöpfung führen.
Wie kann man die Feinstaubbelastung in Innenräumen reduzieren?
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Feinstaubbelastung lässt sich durch regelmäßiges Lüften, das Verwenden von Staubsaugern mit HEPA-Filter und das Reinigen von Heizkörpern sowie Zwischenräumen senken. Eine Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 50 Prozent und das Verwenden von Luftreinigern an Tagen mit hoher Feinstaubbelastung können ebenfalls helfen.
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