Stickoxid-Gehalt in der Luft

Der Begriff Stickoxide stellt eine Sammelbezeichnung für die gasförmigen Oxide des Stickstoffs dar. Stickoxid tritt in der Praxis in der Luft vor allem als NO2 auf, ist ein rotbraunes Gas mit chlorähnlichem Geruch und in Autoabgasen oft leicht zu erkennen. NO2 ist schwerer als Luft. Stickstoffdioxid wirkt stark reizend auf die Atemwege und trägt zu Asthmaerkrankungen bei.

Stickoxide sind zudem extrem klimawirksam und fördern den Treibhauseffekt bis zu 300 mal stärker als Kohlendioxid.

Entstehung von Stickoxiden

Stickoxide werden gebildet bei der Zersetzung nitrathaltiger Pflanzen, insbesondere Silagen. NO reagiert an der Luft mit Sauerstoff schnell zu NO2.

Weiterhin entstehen Stickstoffoxide (NO, NO2) in Verbrennungsprozessen. Die Hauptquellen von Stickstoffoxiden sind Verbrennungsmotoren und Feuerungsanlagen für Kohle, Öl, Gas, Holz und Abfälle. In Ballungszentren stellt der Straßenverkehr die bedeutendste Quelle dar.

Auch entstehen Stickoxide bei der Herstellung von Lösungsmitteln und Farben in der Industrie.

Stickoxid-Grenzwerte

Europaweit wurde zum Schutz der menschlichen Gesundheit der 1-Stunden-Grenzwert von 100 ppb (200 µg/m3) festgelegt, der nicht öfter als 18-mal im Kalenderjahr überschritten werden darf. Der Jahresgrenzwert beträgt 20 ppb (40 µg/m3). Zum Schutz der Vegetation wird ein kritischer Wert von 15 ppb (30 µg/m3) als Jahresmittelwert verwendet.

In Büros gelten die Richtwerte des Ausschusses für Innenraumrichtwerte (AIR) in Höhe von 30 ppb (60 µg/m3). Der WHO-Richtwert beträgt 20 ppb (40 µg/m³). Der MAK (Maximale Arbeitsplatzkonzentration) Wert bzw. AGW (Arbeitsplatzgrenzwert) beträgt mit 500 ppb (950 µg/m³) – trifft für spezielle Arbeitsplätze in der Industrie zu.

Folgen zu hoher oder niedriger Stickoxid-Konzentrationen in der Luft

Stickoxide gehören nicht in die Luft. Sie besitzen eine reizende Wirkung auf die Atemwege. Sie stellen vor allem für Asthmatiker ein unmittelbares Problem dar und fördern Bronchienverengungen, die zum Beispiel durch die Wirkungen von Allergenen noch verstärkt werden kann.

Stickstoffoxide schädigen Pflanzen indem ein Gelbwerden der Blätter (sog. Nekrosen), vorzeitiges Altern oder Kümmerwuchs hervorgerufen werden. Stickoxide bilden in Verbindung mit Wasser Säuren und tragen zur Überdüngung und Versauerung von Böden und Gewässern bei und schädigen die Umwelt nachhaltig und langfristig.

Stickoxide wird außerdem ein Wirken auf das Herz-Kreislauf-System nachgewiesen und mit einer Steigerung der Häufigkeit von Todesfällen in Verbindung gebracht.

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