Ozon-Gehalt in der Luft

Ozon (O3) ist ein farbloses bis leicht blaues und stechend-scharf bis chlorähnliche riechendes Gas. Es ist eines der wichtigsten Spurengase in der Atmosphäre und bildet in einer Höhe von 20 bis 30 Kilometern die natürliche Ozonschicht, welche vor der schädlichen Ultraviolettstrahlung der Sonne schützt. Ozon ist sehr reaktionsfreudig (oxidierend) und wirkt beim Kontakt mit Menschen vor allem die Schleimhäute. Es ist brandfördernd und kann zünd- und explosionsfähige Gemische bilden. Ozon ist schwerer als Luft.

Entstehung von Ozon

Im Innenraum kann Ozon durch elektrische Geräte wie Drucker entstehen.

Ozon entsteht im Freien bei intensiver Sonneneinstrahlung durch komplexe photochemische Prozesse aus Vorläuferschadstoffen wie Stickstoffoxiden und flüchtigen organischen Verbindungen.

Die Vorläuferschadstoffe stammen hauptsächlich aus vom Menschen verursachten Quellen wie dem Verkehrsbereich sowie Feuerungsanlagen und überdüngten Böden (Stickoxide). Flüchtige organische Stoffe werden bei der Verwendung von Lösemitteln (Farben, Lacken, Klebstoffe, u.a.) und durch Verbrennung von Kraftstoff erzeugt. Natürliche Quellen von Vorläuferschadstoffen sind Ausdünstungen aus Laub- und Nadelbäumen.

Ozon-Grenzwerte

Die Konzentration des Ozons in der Luft sollte nahe Null liegen und nicht messbar sein.

Für Ozon in der Luft gibt es eine Informationsschwelle von 90 ppb (parts per billion) (180 µg/m³) und eine Alarmschwelle von 120 ppb (240 µg/m3) (jeweils Durchschnittswert für eine Stunde). Laut Umweltbundesamt darf der maximale 8-Stunden-Wert eines Tages an höchstens 25 Tagen pro Kalenderjahr, gemittelt über 3 Jahre, den Wert von 90 ppb überschreiten. Langfristig sollen die maximalen 8-Stundenmittel den Wert von 60 ppb gar nicht mehr überschreiten.

Der frühere Grenzwert (MAK-Wert) von 100 ppb (200 µg/m³) wurde durch den Arbeitsplatzgrenzwert (AGW) ersetzt. Da bisher noch kein AGW für Ozon festgelegt wurde, dient der bisherige MAK-Wert als Orientierung (jedoch nicht verbindlich). Internationale Arbeitsplatz-Grenzwerte liegen sogar nur bei 60 ppb (120 µg/m³).

Folgen zu hoher oder niedriger Ozon-Konzentrationen in der Luft

Ozon wird ausschließlich über die Schleimhäute von Atemtrakt (Nase, Rachen, Lungen) und Augen aufgenommen. Es können Reizungen und Schädigungen der Schleimhäute (Heiserkeit über Husten bis Nasenbluten und Bronchitis) und Augen auftreten. Ozon beeinträchtigt die Lungenfunktion und kann bei hohen Konzentrationen zu Lungenödemen, Kopfschmerzen, Übelkeit, Müdigkeit und Konzentrationsschwächen führen. Empfindliche oder vorgeschädigte Personen, zum Beispiel Asthmatiker, sind besonders anfällig.

Ozon steht unter dem begründeten Verdacht beim Menschen Krebs auszulösen (krebserzeugend Kategorie 2 nach TRGS 905).

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